Hintergrund

Die Künstlerresidenz Arc ist in einer ehemaligen Pilgerherberge des Klosters von Romainmôtier untergebracht. Das cluniazensische Kloster wurde von Romanus von Condat gegründet und ist nach ihm benannt.



Die romanische Stiftskirche ist die älteste der Schweiz. Sie wurde im 10. Jahrhundert von Mönchen von Cluny auf dem Fundament ihres Vorgängerbaus nach dem Vorbild der Abteikirche von Cluny errichtet. Im 12. Jahrhundert wurde die zweistöckige Vorhalle angebaut, deren Wandmalereien der Erbauung der Gläubigen dienten. Das Mittelschiff besitzt ein gotisches Tonnengewölbe mit bunt bemalten Rippen. Während der Reformation mussten die im Kloster wohnhaften Mönche Romainmôtier verlassen, und das Gebäude wurde in ein protestantisches Gotteshaus umgewandelt: Die Verzierungen wurden unter weiss gekalkten Wänden verborgen, die Statuen enthauptet und die Altäre zerstört. Im 20. Jahrhundert wurden zwei Grabungskampagnen und eine Restaurierung durchgeführt. Heute erklingt die grosse neue Orgel wieder bei zahlreichen Gelegenheiten.

Das Haus des Priors ist im Schweizerischen Verzeichnis der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung verzeichnet.



Die Künstlerresidenz Arc gehört dem Migros-Kulturprozent, welches das Haus 1981 gekauft hat und zwischen 1991 und 1994 renovieren liess.

Von 1998 bis 2014 amtete Veronika Sellier als Direktorin. In dieser Zeit wurde das L’arc (kurz für Littérature et Atelier de Réflexion Contemporaine) für Autorinnen und Autoren und Kunstschaffende für Labors, Workshops, Symposien und Werkstattgespräche geöffnet. Die Künstlerresidenz Arc kombinierte im Rahmen interdisziplinärer Veranstaltungen Theater, Tanz, Musik, Film, Neue Medien sowie gesellschaftsrelevante Themen miteinander, und es fanden zahlreiche öffentliche Konzerte, Lesungen und Performances statt. Überdies publizierte die Residenz mehrere Bücher.

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Romainmôtier